Mittwoch, 5. Juli 2017

We put our old blue Genes on — Offene Gesellschaft

Bagenkop-Rödby, 28 sm
Samstag, 17.6.2017

Für heute abend meldet die Skipperin eine "OffeneTafel" an. Wir wollen unsere Möglichkeiten und Privilegien feiern, die Freiheit, die wir in unseren Breitengraden genießen dürfen. (#Dafür; 17. Juni — Tag der offenen Gesellschaft). Auf nach "Laughing Out Loud Land" (Lol-land). Da um 10:00 noch weit mehr Wind herrscht, als vorhergesagt war, machen wir noch einen Spaziergang zur Kirche und tönen ein bisschen vor dem Holzgitter, das den Innenraum vor uns schützen soll. Wer ist hier im Gefängnis? ... Eigentlich wollten wir Gedser schaffen, aber dann kommen wir doch nur bis Rödby. Seis drum. Noch vor dem Frühstück werden die Lachmuskeln ordentlich strapaziert, mit U-tube-Filmchen und Geschichten aus dem wirklichen Leben.

https://www.youtube.com/watch?v=SPKAAHZfu1I

https://www.youtube.com/watch?v=GhTYqU0_t50

https://www.youtube.com/watch?v=BFPNG344MN0

Da die 4 Bft aus Westen kommen und somit genau auf den Allerwertesten, kreuzen wir, lassen das Fahrwasser mit dem bisschen Schiffahrt an steuerbord und genießen die Wärme.

Über Funk wird ein Schleppverband angekündigt und kommt in Sicht. Vorn und hinten geschleppt, zeigt sich in der Mitte ein gelbliches Trum wie ein Hochhaus ohne Fenster, das sich nicht nur himmelwärts, sondern auch in die Breite streckt.
Rödby in seiner quadratisch, praktisch, guten industriellen Darbietung mutet ein bisschen wie ein Blair Witch Project an, so runter sehen die sanitären Anlagen aus. Auch der Hafenmeister wirkt zunächst etwas gruselig mit seinem verstörten Blick. Später stellt sich heraus, dass er sich die allerbeste Mühe gibt und lediglich ein wenig behindert ist. Welcher Art die Behinderung ist, ließ sich allerdings nicht feststellen.
Zum Abendbrot gibts die Forelle von der Wandergesellin mit dem Futtertempel, der nach dem großen afrikanischen Strom benannt ist. Yummi!
Der Kontrast des heutigen zum gestrigen Wind fühlt sich unwirklich an. Ireland und Holland zusammengenommen sind nicht in Not, sondern am Strand. Hamburg genießt die Playlist der Skipperin, das Vergehen des Tageslichts und die abendliche Aura aller Gegenstände. Ein gelber Bagger! Bekommt so etwas Wesenhaftes.
Zu unserer öffentlichen Tafel erschien niemand. Kaum Menschen unterwegs in diesem Hafen. So macht die Skipperin, was sie sonst auch immer macht: Alle anquatschen, und  hält ein kleines Schwätzchen mit dem asiatischen Skipper der Friborn aus Den Helder und seiner Frau.

Wind: NW 5-6, abnehmend 4 Bft

Und sonst: In der Nacht so still, dass Fendergequietsche und Leinenruckeln die Nachtruhe stören und behoben werden müssen

Das leuchtet uns unmittelbar ein: "If you love a sailor, raise your glass. If you don't, raise your standards!"

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen